HOCHWASSERSCHUTZ UntereWerra

HOCHWASSERSCHUTZ UntereWerra

Wir informieren Sie gemeinsam über Hochwasserschutz.

IKZ UntereWerra

IKZ UntereWerra

Ein interkommunales Gemeinschaftsprojekt

Nur Fische

Nur Fische

finden das klasse..

Damit die Schäden gering bleiben...

Damit die Schäden gering bleiben...

gehen wir es an.

WILLKOMMEN beim IKZ

Hier finden Sie Informationen über den gemeinsamen Hochwasserschutz entlang der Unteren Werra. Sie können sich die Überschwemmungsgebiete genau ansehen und finden Vorschläge und Auswirkungen von Einzelmaßnahmen. Die erste Phase der Zusammenarbeit ist mit der Vorlage der Hochwasserschutzstudie beendet. In der zweiten Phase entscheidet jede Kommune für sich über die Umsetzung der in der Studie vorgeschlagenen Maßnahmen.

Die "IKZ Untere Werra" ist ein Pilotprojekt und deutschlandweit einzigartig.

Die Maßnahmen schützen Natur, Menschen und deren Eigentum entlang der Werra.

Pegel Untere Werra

Aktuelle Pegelstände:

Januar 2011

Januar 2011

Zwei Hochwassergeschädigte in einer überfluteten Straße. Die Feuerwehr hat Sandsäcke geliefert, seit Tagen verfolgen die Werraanwohner gespannt, wie der Fluss vor ihrem Grundstück stetig ansteigt. Den Betroffenen bleibt bislang nur das Hoffen auf fallende Pegel. "Die Angst vor den Schäden macht uns schwer zu schaffen", sagen sie.

Mai 2013

Mai 2013

Das Hochwasser nimmt keine Rücksicht. Hier ist kein Durchkommen mehr. Kaum einer hatte damit gerechnet, dass die Werra im Mai/Juni noch einmal derart ansteigen würde. Die finanziellen Auswirkungen sind enorm. Vor allem trifft es aber wieder die Anwohner der Werraufer, die bereits 2011 enormen Schaden erleiden mussten.

Vorhersage

Vorhersage

Die Werraauen ohne Hochwasser. Das kann keine Hochwasserschutzmaßnahme leisten. Das Ergebnis der Studie ist, die Einzelmaßnahmen zu benennen, aufeinander abzustimmen und die Auswirkungen vorherzusagen. Das ist gelungen und kann zeitnah unter Berücksichtigung der jeweilig geforderten Umweltauflagen umgesetzt werden.

Warum wurde die Studie so in dieser Form erstellt?

Weil sie Möglichkeiten aufzeigt, die das Hochwasser lenken oder kontrollieren kann.

Wanfried, Meinhard, Eschwege, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen haben innerhalb der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) Lösungswege gefunden und die Auswirkungen von Einzelmaßnahmen auf den gesamten Abschnitt der "Unteren Werra" geprüft. Das Land Hessen hat zeitgleich den Hochwasserrisiko Managementplan auf den Weg gebracht, der die Arbeit der IKZ jetzt sinnvoll unterstützt.

Das Pilotprojekt „Hochwasserschutz entlang der Unteren Werra“ umfasst 65 Flusskilometer von Wanfried bis nach Witzenhausen. Für die Studie wurden alle vorliegenden Daten der Topographie,  Nutzungsverhältnisse, laufenden Planungen, Abflussszenarien und der Simulation eines 100-jährigen Hochwassers zusammengeführt. Auf der Grundlage geeichter 2D-Hydraulikmodelle wurden genaue und belastbare Daten ermittelt. Die Studie benennt durch 10 Handlungsempfehlungen die optimale Gesamtlösung.

Klaus Kurz, Fach- bereichsleiter Planen und Bauen, Eschwege
"Wir müssen ganz massiv dafür kämpfen, die vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzen zu können. Das geht nur gemeinsam, weil die finanziellen Möglichkeiten innerhalb der Kommunen so unterschiedlich sind. Das nächste Hochwasser kommt bestimmt, wir müssen also schnell handeln. Ich sehe den Bedarf für die weitere gemeinsame Zusammenarbeit, für die wir neue Wege gehen und eine sinnvolle Arbeitsebene finden müssen."
Managementplan

Hier finden Sie den Hochwasserrisiko Managementplan des Landes Hessen.

Er bietet das stabile Fundament für die kommunalen Maßnahmen der IKZ. Die hier veröffentlichten Ergebnisse können direkt mit den Strategievorschlägen des Regierungspräsidiums abgeglichen, die Förderanträge zeitnah beantragt und alles noch schneller umgesetzt werden.

Die Bürgermeister der beteiligten Kommunen/Gemeinden

Frank Hix (Bürgermeister Bad Sooden-Alldendorf):
"Die städtischen Gremien werden im Frühjahr über die Umsetzung und Finanzierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beraten.“
Alexander Heppe (Bürgermeister Eschwege):
"Die Kreisstadt Eschwege steht als Koordinationsstelle für eine weitere Zusammenarbeit innerhalb der IKZ zur Verfügung. Ich halte die Fortführung der IKZ für sinnvoll und wichtig für den gemeinsamen Hochwasserschutz."
Gerhold Brill (Bürgermeister Meinhard):
"Wir diskutieren über die Aufrüstung der Feuerwehr mit mobilen Schutzvorrichtungen. Die IKZ begrüßen wir, können sie aber finanziell nicht unterstützen.“
Wilhelm Gebhard (Bürgermeister Wanfried):
„Ob die Stadt Wanfried die Linienschutzmaßnahmen umsetzen kann oder lediglich am Objektschutz interessiert ist, müssen die Gremien der Stadt in den kommenden Wochen und Monaten entscheiden. Eine weitere finanzielle Beteiligung an der IKZ ist im Haushaltsplan 2017 aktuell nicht vorgesehen.“
Angela Fischer (Bürgermeisterin Witzenhausen):
"Wir wollen die Hochwasserschutzmaßnahmen umsetzen, haben Gelder in den Haushaltsplan eingestellt und sprechen uns für eine Weiterführung der IKZ aus."

Das IKZ Projekt

Projektbeteiligte

Projektbeteiligte

In das Projekt eingebunden sind das Regierungs- präsidium Kassel, Dezernat 31.4, Abteilung Umwelt und Wasserschutz, das Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen. Die Kommuen arbeiten unter der Leitung von Klaus Kurz, Stadt Eschwege, mit dem Projektbüro Richter + Kaup und dem Ingenieurbüro Sönnischsen & Partner zusammen. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde Diana Wetzestein von der Schreibwerkstatt aus Wanfried übertragen.

Projektphase 1

Projektphase 1

Alle vorhandnen Daten wurden gemeinsam ausgewertet, fehlende ergänzt. Durch die interkommunale Zusammenarbeit waren die Kosten der Studie, die zu 85 Prozent von Land Hessen gefördert wurden, für jede einzelne Kommune gering. Die Ergebnisse wurden "beschlussfertig" vorbereitet, für jede Maßnahme gibt es das optimale Förderprogramm, das mit dem Regierungs-präsidum Kassel abgestimmt werden kann. Maßnahmen können jetzt schneller nach wasserrechtlicher Genehmigung umgesetzt werden.

Projektphase 2

Projektphase 2

Nun stehen die Entscheidungen jeder einzelnen Kommune an, die Einzelmaßnahmen umzusetzen. Der Projektleiter der IKZ kann beratend mit einbezogen werden. Zudem wurde vorgeschlagen, einen gemeinschaftlichen Pool zum Ausgleich der benötigten Retentionsräume zu schaffen. Der Aufbau einer Hochwasserpartnerschaft durch die Obere und Untere Wasserschutzbehörde und die Kommunen soll in Zukunft noch optimaler genutzt werden. Anfang Februar 2017 erfolgt darüber ein Abstimmungsgespräch.

Maßnahmen umsetzen

Maßnahmen umsetzen

Über die weiteren Schritte zum gemeinsamen Hochwasserschutz im unteren Werratal wurde am 2. Februar im Rathaussaal beraten. Bürgermeister Alexander Heppe begrüßte die Vertreter von Kreis, Land sowie Vertreter der Städte Witzenhausen, Bad Sooden-Allendorf, Eschwege, Wanfried und der Kommune Meinhard. „Die Ergebnisse der HW-Schutzstudie wurden in allen Kommunen bereits vorgestellt und in den jeweiligen Gremien diskutiert. Wir wollen den aktuellen Sachstand aus den Kommunen und eine weitere Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Maßnahmen diskutieren“, so Heppe, der seinen Wunsch zur Fortführung der IKZ deutlich machte.

Haben Thüringer Talsperren Einfluss auf das Werrahochwasser?

Eine Frage, die viele Menschen an der Werra immer wieder beschäftigt. In dem „Bericht Länderübergreifende Analyse des Juni-Hochwassers 2013 der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)“ auf Seite 29 ff. findet sich zu den Thüringer Talsperren darüber die Aussage: „Die Bewirtschaftung der beiden im Zuständigkeitsbereich der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung liegenden Talsperren im Wesereinzugsgebiet, Eder- und Diemeltalsperre sowie der Thüringer Talsperren Schönbrunn und Ratscher im Oberlauf der Werra hatte vorausschauend auf die Hochwasserwelle reagiert. Alle Talsperren wurden auf Basis prognostizierter Zuflussmengen rechtzeitig vorentlastet, um zusätzlichen Rückhalteraum zu schaffen. So konnte die jeweilige Abflusswelle am Talsperrenauslass erfolgreich gedämpft werden...“ Zumindest für das bedeutende Hochwasser aus 2013 ist hierdurch klar belegt, dass den Thüringern nichts vorzuwerfen ist. Im Gegenteil, sie haben gerade einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass es nicht zu einem Katastrophenhochwasser in 2013 gekommen ist.“

(Otto Wilhelm Vicum, Dezernatsleiter Dezernat 31.4, Kommunales Abwasser, Gewässergüte, Oberirdische Gewässer, Hochwasserschutz)

 

Mehr Informationen:

Analyse Juni- Hochwasser 2013

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